Die Digitalisierung der Arbeit ist unaufhaltsam und so verlagern sich ein Großteil unserer Jobs ins Internet. Gerade Kreative, wie zum Beispiel Grafikdesigner, werden sich hier anpassen und neue Wege der Kundengewinnung gehen müssen. Dabei werden sie unweigerlich immer wieder mit einem bestimmten Schlagwort in diesem Zusammenhang in Berührung kommen: Crowdsourcing. Vom englischen „crowd“ für Menschenmenge und „sourcing“ für Beschaffung zusammengesetzt, geht es hierbei im Prinzip um die Auslagerung von Unternehmensaufgaben an Freelancer – aber auch um viel mehr: Denn Crowdsourcing ist für viele freie Kreative eine gute Möglichkeit, online Geld zu verdienen oder neue Kunden auf neuem Weg zu akquirieren. Andererseits ist die Teilnahme an solchen Plattformen aber auch immer noch eine Hemmschwelle für viele Designer – und in der Tat, ein paar Stolpersteine sollte man beachten, um auf solchen Plattformen erfolgreich zu sein und nicht ausgenutzt zu werden. Die Angst davor ist durch einige Faktoren begründet wie Folgende:

  • Bei derartigen Wettbewerben muss man natürlich zunächst in Vorleistung gehen und weiß nicht, ob der eigene Beitrag letztendlich akzeptiert wird. Im Grunde genommen verhält es sich dabei jedoch auch nicht anders wie bei einem Pitching oder bei einer Ausschreibung, denn eine gewisse Risikobereitschaft sollte bei dieser Form der „Kaltakquise“ schon in einem stecken und man muss sich bewusst sein, wie viel Zeit man in ein solches Projekt stecken kann, damit es nicht zum Verlustgeschäft wird.
  • Zudem sind viele Grafikdesigner von den etwas niedrigeren Preisgeldern im Gegensatz zu den üblichen Honoraren beim Crowdsourcing zunächst abgeschreckt: Doch wer nur diesen einen finanziellen Aspekt im Blick hat, verkennt die wahre Chance solcher Plattformen – man kann sich dort einen guten Namen machen und gerade Designeinsteiger profitieren vom Crowdsourcing enorm.

Wer ist also die Zielgruppe von Design-Plattformen?

Wer die Zielgruppe von Crowdsourcing-Plattformen kennt, weiß auch, welche Auftraggeber dahinterstecken und somit auch, welche potentielle Kunden man dort für sich gewinnen kann: Neben Agenturen oder Wiederverkäufern und großen Unternehmen sind dies vor allem Gründer, Start-Ups oder Kleinunternehmer. Letztere haben ihr Firma erst kürzlich auf den Markt gebracht, so dass hier noch einiges an Designbedarf bzw. Erstausstattung in Sachen Corporate-Design vorhanden ist. Natürlich hat es seinen eigenen Reiz, gerade bei solchen Wettbewerben teilzunehmen, da man zum einen seine eigene Handschrift hinterlassen und zum anderen eine längerfristige Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Auftraggeber erreichen kann. Sollte ein Gründer gute Erfahrungen mit einem bestimmten Grafikdesigner gemacht haben, so wird er diesem mit Sicherheit auch Folgeaufträge anbieten.

Für Auftraggeber haben Design-Plattformen also einige Vorteile zu bieten, die Grafikdesigner wiederum für sich nutzen können. Der Grundgedanke ist dabei einfach, aber clever: Kreative nehmen an einem bestimmten Projekt teil, das sie interessiert und das Unternehmen bekommt viele unterschiedliche Lösungsansätze zu einem gestellten Design-Problem. Für Grafikdesigner bieten sich bei guten Design-Plattformen verschiedene Kategorien an, so dass je nach Interesse oder Spezialisierung teilgenommen werden kann. Mögliche Projekte sind zum Beispiel im Bereich Logo- bzw. Corporate-Design, Webdesign und Apps, Werbung und Illustration, Verpackungen, Cover etc. angesiedelt.

Die „Wisdom of the crowd“ (also: Die Weisheit der Vielen) erreicht demnach immer beide Seiten je nach Interessenlage. Sie garantiert das wichtige Know-How der kreativen Freelancer und wird somit für Auftragnehmer als auch für Auftraggeber zur lohnenden Angelegenheit.

Für welche Designer eignen sich diese Plattformen als Akquisemöglichkeit?

Crowdsourcing-Plattformen sind ideal für Berufseinsteiger, die (noch) keinen eigenen festen Kundenstamm haben und zudem Erfahrungen im Berufsfeld sammeln wollen. Darüber hinaus kann man seine in der Branche wahrscheinlich noch geringe Bekanntheit zu Beginn seiner Selbstständigkeit steigern: Über gute Arbeit und gute Ideen macht man sich zwangsläufig immer einen guten Namen, der womöglich über die Plattform hinaus strahlt und für – nicht zu unterschätzende – Mundpropaganda sorgt.

Aber auch „alte Hasen“ profitieren von Design-Plattformen in Sachen Akquise: Schließlich findet man hier eine völlig neue Möglichkeit zur Orientierung für neue Kunden vor. Ideal ist das Crowdsourcing auch bei freien Kapazitäten, denn hier nutzt man Leerläufe kreativ und kommt eventuell auch an neue Aufträge. Designer, die sich also mit anderen gestalterisch messen wollen und sich selbst gerne herausfordern, werden schnell den Reiz am Wettbewerb entdecken, der als eine Art Motivation und Inspiration dienen kann. Die wenigsten Designer nutzen Grafikdesign-Plattformen übrigens als alleinige Haupteinnahmequelle, so dass man diese immer wieder zeitlich geschickt für sich „arbeiten“ lassen kann.

In Sachen Akquise bieten Design-Plattformen noch einen weiteren großen und nicht zu unterschätzenden Vorteil: Hier kann man nämlich an Kunden kommen, die man sonst über eine übliche Akquisemethode nicht erreichen würde. Viele große Unternehmen oder Agenturen sind hier registriert, so dass diese hierbei auf einen aufmerksam werden können.

Wie können Plattformen als Akquisetool genutzt werden?

Für Designer stellen Crowdsourcing-Plattformen insofern eine gute Möglichkeit dar, an neue Kunden zu kommen, da viele Projekte Folgeaufträge mit sich bringen. Bestenfalls entsteht eine regelmäßige Zusammenarbeit, denn eine Zusammenarbeit ist auch über 1-zu-1 Projekte auf der Plattform möglich. Bei solchen Projekten wendet sich ein Auftraggeber speziell an einen bestimmten Grafikdesigner, dem bereits – zum Beispiel durch vorherige Projekte – Vertrauen entgegengebracht wurde. In so einem Fall werden Auftraggeber zu langfristigen guten Kunden, die man wahrscheinlich sonst niemals bekommen hätte.

Aufmerksamkeit zu generieren ist gerade in der hartumkämpften Design-Branche extrem wichtig: Diese Plattformen kann man deshalb auch als eigene Werbeplattform sehen und sich dort mit guter Arbeit profilieren.

Mittlerweile gibt es viele Crowdsourcing-Plattformen im Internet, so dass man hinsichtlich der Akquise-Möglichkeit stets darauf achten sollte, ein professionelles Angebot zu nutzen. Plattformen wie z.B. designenlassen.de garantieren dabei Sicherheit und Seriosität, so dass man stets in einem vorab festgesteckten Rahmen arbeiten kann und dort die gute Chance hat, seinen Ruf zu stärken sowie neue Projekte zu akquirieren.

Fazit:

Crowdsourcing-Plattformen haben zwar gewisse Nachteile wie geringe Preisgelder und ein gewisses Risiko, aber diese sind abzuwägen gegen einige Vorteile, die sich Freelancern oder Design-Einsteigern bieten. So sind diese Design-Plattformen eine kreative wie lukrative Möglichkeit, sich einen Ruf zu machen, aber auch Geld zu verdienen. Design- sowie Logo-Wettbewerbe, wie sie z.B. designenlassen.de anbietet, sind beispielsweise etablierte Plattformen, bei denen die Teilnahmebedingungen transparent und fair sind.

In Zeiten von Arbeitsmarkflexibilisierung und Digitalisierung sind solche Kreativ-Wettbewerbe demnach eine Bereicherung für Freiberufler in Sachen Eigenmarketing und Akquise.

Die Autorin Kathrin Kellner ist für das Content-Marketing bei designenlassen.de zuständig und schreibt dort im Blog regelmäßig über alle möglichen Themen rund um Design und Kreativität.