Großer Strukturwandel, fortschreitende Digitalisierung, Stärkung des regionalen Handels, Nachhaltigkeit, anhaltende Rezension, neues Bewusstsein für Gesundheit und polarisierende Gesellschaftstrends – das sind alles Themen die uns nicht in der Zukunft sondern jetzt in der Gegenwart begleiten.

Corona ist nur ein Teilchenbeschleuniger für all diese Entwicklungen und wir Kreativen sind stark gefordert, hier die Chance für uns zu nutzen, wenn es in der Post-Corona-Zeit darum geht an Innovationen mitzuwirken.

Doch zunächst haben viele Kreative damit zu tun, ihr Business zu retten. Überall wird in allen Kreativbranchen, einiges neu gedacht, auf links gedreht und neu aufgestellt.

Viele Kreative, Designer*innen, Illustrator*innen Medienschaffende und Fotograf*innen die als Solopreneure auf dem Markt sind, bekommen die Auswirkungen der Krise ja in mehreren Wellen zu spüren.

Bei einigen Designern sind sofort schon am Anfang des Lockdown Aufträge weggebrochen, während Stillife-Fotografen noch in den Studios ganz gut zu tun hatten – bei anderen wiederum sind durch Aufträge, die durch Live Events zu Stande kommen auf längere Sicht jetzt hohe Umsatzeinbrüche zu verzeichnen. Unter https://kreativ-bund.de/ gibt es auch bereits eine Studie, in der die verschiedenen Kreativ-Branchen aufgerufen waren, prozentual die Umsatzeinbußen für Ihr Business anzugeben. In Prozenten wurde der Umsatz Einbruch bei den meisten um 50% beziehungsweise 30 % angegeben.

Und man muss davon ausgehen, dass einige Kunden-Beziehungen, mit dem das Kreativunternehmen über längere Jahre verwachsen war, sich verändern werden. Denn auch die Kunden, die zum Teil aus Mittelstand und zum Teil aus Agenturen besteht, haben weniger Budget für das Thema Marketing oder die Produktneuentwicklung zur Verfügung. Besonders erschwerend für unsere Branche ist auch,

dass sich viele Kreative Soloselbstständige von Job zu Job hangeln und ihr Kreativ-Business ja nicht unbedingt unternehmerisch aufgestellt haben, d.h. sie haben wenig oder zum Teil gar keine Rücklagen bilden können. Mit einer Unternehmenstrategie oder einem 2. Standbein in der Kreativbranche haben sich nicht alle auseinander gesetzt. Meist lehrt einem erst die Erfahrung, wie wichtig es ist, bei Veränderungsprozessen frühzeitig die Richtung oder die Perspektive zu ändern.

 

Doch wie kann man jetzt sein Kreativ Unternehmen „zukunftssicher“ aufstellen?

Dazu habe ich drei maßgebliche Tipps:

Richtet eure Positionierung neu aus!

Eine Positionierung ist die stärkste Hebelkraft in einer Krise. Viele Kreative haben verschiedene Arbeitsschwerpunkte und Arbeitsfelder und sollten jetzt schauen was die Kunden wirklich in dieser schwierigen Zeit benötigen. Sie sollten wirklich intensive Gespräche und Insight Sessions mit ihren Bestandskunden durchführen um erst mal dort den Kontakt wieder an zu wärmen. Die meisten Unternehmen fahren in der Krise Aufsicht. Aber was ganz sicher ist: Die meisten Unternehmen sind und waren in den letzten Wochen digital unterwegs. Deshalb ist eure digitale Sichtbarkeit von größter Wichtigkeit! Nutzt die Zeit, Um euch online noch sichtbarer zu machen und euer Profil im Netz zu schärfen.

Eure Positionierung ist nie statisch, Positionierung richtet sich immer nach den jeweiligen Bedarfen des Kunden und nach den zur Verfügung stehenden Schwerpunkten und Kernkompetenzen.

 Seid kreativ in der Krise!

In meinen vielseligen online Workshops zum Thema „Akquise in der Krise“ habe ich Gruppen-Aufgaben zu diesem Thema gestellt, wie man in so einer schwierigen Zeit auf sich aufmerksam machen kann.

Und tatsächlich sind doch eine ganze Reihe von sehr originellen, kreativen und zukunftsfähigen Ideen, sowohl online als auch offline entstanden. Viele Ideen sind im Bereich Kooperation erdacht worden, in Gemeinschafts-Projekten mit den Bestandskunden, oder es gab Ideen für Making-off oder „Teach-The-Client-Videos“

Denn bei spezifischen kreativen Dienstleistung ist es sogar notwendig, dass man den Kunden ausführlich berät, beziehungsweise ihm erklärt wie diese Dienstleistung funktioniert und warum diese Dienstleistung absolut wichtig ist. Die Beratungskompetenz von Designerinnen und Designern wird in Zukunft eine immer wichtigere Rolle einnehmen.

Natürlich spielt die Kundenstruktur eine wesentliche Rolle wenn ich jetzt meine Kunden mit neuen Ideen konfrontieren möchte. Event-Fotografen oder auch Interior und Messe Designer, die für Live Events beauftragt wurden, haben jetzt einen 100 %-Ausfall. Als Fotograf gilt es jetzt beispielweise zu überlegen, wie ich in einem anderen Genre jetzt an den Markt gehen kann. Wenn ich auf Events die Live Atmosphäre und auch die Menschen in ein gutes Licht gerückt habe, kann ich diese Skills jetzt natürlich nutzen – zum Beispiel für Einzelportraits. In der Zeit wo jeder in Social Media online präsent sein muss, ist die Notwendigkeit öfter neue Fotos als Personalbranding einzusetzen, eine gute Möglichkeit um dort zu akquirieren.

Betreibt mutig Direktakquise bei euren Wunschkunden!

Bei den meisten kreativen gehört Akquise zu den durchaus ungeliebten Tätigkeiten in ihrem Beruf. Das bekomme ich bei meinen viel zähligen Akquise-Workshops, die ich seit 2008 in der Kreativbranche durchführe, immer wieder zu hören. Kreative möchten sich nicht anbiedern, möchten sich nicht verkaufen, haben Angst vor einem „Nein“ und möchten sich der Situation, womöglich abgelehnt zu werden, nicht aussetzen.

Dabei ist doch jetzt die richtige Gelegenheit, sich mit Weiterbildung und weiteren Business Skills zu beschäftigen. Der Vorteil eine Direkt-Akquise zu betreiben, besteht nämlich darin, sich wirklich mal mit seinem Wunschkunden zu beschäftigen. Die meisten Kreativen und Design Büros haben eine sehr gute Expertise über die Jahre aufgebaut, wissen wo ihre Kernkompetenzen liegen, haben genügend Erfahrung in einer bestimmten Branche gesammelt und brauchen sich eigentlich nur noch verkaufstauglich weiterbilden.

Denn wer soll die kreative Dienstleistung verkaufen, wenn Du nicht selbst? Gerade jetzt in der Krise wird deutlich, dass die meisten Kreativen ihre Aufträge aus Netzwerken von Kooperationspartnern und Empfehlungsgeber gewonnen haben. Das ist natürlich die komfortabelste Art der Akquise – weil hier schließlich jemand anderes für dich Marketing betreibt! Aber nun sind wir in einer neuen Zeit und in einem neuen Markt angekommen und der Strukturwandel in der Wirtschaft wird sich jetzt in eine andere Richtung bewegen.

Wir wissen noch nicht wo die Reise hingeht, aber wir sollten den Markt aufmerksam beobachten, denn es gibt immer Branchen die in so einer Krise sehr gut zu tun haben.

Und da macht es Sinn auch quer zu denken, auch mal zu schauen, welche Unternehmen Gewerbeflächen abbauen müssen und welche Branchen Gewerbeflächen gerade jetzt benötigen. Denn wenn Unternehmen jetzt expandieren, brauchen Sie Designer Innenarchitekten, kreative Kommunikationsexperten um ihr neues Geschäftsfeld an den Start zu bringen.

Deshalb kann ich euch nur empfehlen, euch einmal wirklich mit der direkten Kundenansprache eurer Wunsch-Kunden zu beschäftigen.

  • Wie geht ihr da am besten vor?
  • Welche Strategie muss ich verfolgen, um meine Wunsch-Kunden direkt anzusprechen?
  • Auf welche Art und Weise gestalte ich überhaupt so eine Kontaktanbahnung und einen Gesprächsverlauf?

Speziell dafür habe ich euch meinen Akquise Guide zusammengestellt, in dem ihr Schritt für Schritt eine Anleitung bekommt, wie man eine Direktakquise-Kampagne aufsetzt. Und das Beste daran ist, sie steht euch kostenlos als Download zur Verfügung!

Ich freu mich sehr, wenn ihr diese Anleitung nutzt und mir ein Feedback gebt, danke!

Den Link findet ihr hier!