Wozu ist Personal Branding eigentlich gut?

Personal Branding kommt aus dem Englischen und wurde bereits 1937 in Napoleon Hill’s Buch „Think and Grow Rich“ erwähnt. Übersetzt heisst es Personenmarke und setzt den Mensch als Marke, die aufgebaut werden kann, voraus. Personal Branding bietet jedem Menschen, ob Unternehmer oder Angestelltem, die Möglichkeit, sein Produkt, seine Dienstleistung oder seine Arbeitsleistung durch seine Persönlichkeit positiv aufzuladen und sich so von der breiten Masse abzuheben. Dabei können unterschiedliche Ziele damit verfolgt und erreicht werden: mehr Umsatz, mehr Kunden, als Experte wahrgenommen zu werden oder für potentielle Arbeitgeber attraktiv zu sein.

Was ist der Unterschied zur Positionierung?

Das ist eine sehr gute Frage. Die Positionierung ist das, was man vor der Entwicklung des Personal Branding machen, bzw. festlegen muss. Erst wenn man seine Zielgruppe kennt, die Probleme analysiert und Gemeinsamkeiten definiert hat, beginnt der Aufbau der Personenmarke. Denn wir Menschen folgen Menschen, nicht Unternehmen. Wir suchen die emotionale Verbindung und die finden wir am Leichtesten im Alltag.

Ist es wichtig für Personal Branding seine Zielgruppe zu kennen?

Ich bin der festen Meinung, dass seine Zielgruppe zu kennen, der wichtigste Startpunkt für jeden Unternehmer und jedes Unternehmen ist. So ist es auch der Grundstein für gutes Personal Branding. Nur wenn Du Deine Zielgruppe kennst, weisst, was deren Probleme und Herausforderungen sind, kannst Du Dich um Lösungen und Produkte bemühen, die Deinem Kunden einen Mehrwert bieten. Vom Kunden her zu denken und seine Bedürfnisse zu kennen, gibt Deinem Unternehmen einen Vorteil im Vergleich zu Deinen Mitbewerbern.

Wie kann ich meine Sichtbarkeit erhöhen durch Personal Branding?

In dieser neuen Marketing Welt kommen wir alle, ob angestellt oder selbstständig, um die sozialen Medien einfach nicht mehr herum. Wenn wir uns nun das riesige Angebot anschauen, an Produkten, an Dienstleistungen, an Personal, dann wird es immer schwieriger, zu wählen. Für diese Herausforderung ist Personal Branding die Lösung: jeder Mensch zeigt seine Einzigartigkeit, seinen USP (Unique Selling Proposition – Alleinstellungsmerkmal) und wird so wiedererkennbar. Wer sich abhebt, ist sichtbarer.

Auf welchen Kanälen ist es besonders gut geeignet?

Alle Social Media Kanäle bieten sich perfekt dafür an. Denn dort kannst Du auch Persönliches Teilen und so die Verbindung zu Deiner Zielgruppe herstellen. Dabei gilt es, zu beachten, dass persönlich und privat zwei völlig unterschiedliche paar Schuhe sind. Persönliches sind zum Beispiel Deine Hobbies, Deine Interessen, Lieblingsbücher, Podcasts, Tools, etc. – alles, was eine Verbindung schafft.

Welchen Tipp gibst du Nicole, für Personal Branding?

Mein erster Tipp, den ich jedem meiner Kunden gebe, ist erst mal die Zielgruppe genau zu definieren, Personas zu erstellen und dabei so spezifisch wie möglich zu sein. Wie heisst die Person? Wie lebt sie? Was sind ihre Lebensumstände? Was sind ihre Vorlieben? Ihr Beruf? Je genauer Du Dir Deine Persona vorstellst, ihr einen Namen und ein Gesicht gibst, umso besser sind die Produkte und Dienstleistungen, die Du entwickelst. Meine Persona hängt zum Beispiel in meinem Büro an meinem Whiteboard in meinem Blickfeld, denn alles, was ich tue, tue ich für sie.
Vielen Dank für das Interview, Nicole!
Über Nicole Wehn
Ich bin Nicole Wehn und ich bringe mit meiner Firma SoLou Business Solutions Marketing-Begeisterung und 17 Jahre Erfahrung in Dein Unternehmen. Dabei brennt mein Herz vor allem für das Personal Branding. Von der Situationsanalyse, über Strategie und Planung bis hin zur Umsetzung – mehr Sichtbarkeit und Reichweite für Dein Business. 
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Und hier zu einer Personal Branding Checkliste, ein erster Startpunkt, um mit einer Personal Branding Strategie anzufangen https://solou.de/personal-branding-checkliste/